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Biographie

Jalilah

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Zitat

"Heute arbeiten viele Tänzer innerhalb und außerhalb des Nahen Ostens daran, den Raks Sharki genauso bekannt und beliebt zu machen, wie es viele andere Tänze bereits sind. Ich hoffe, daß uns das bald gelingen wird!"
Lorraine Chamas über Jalilah

Jalilah

Biographie

Jalilah (Lorraine Zamora Chamas) hat aus Begeisterung für den Raks Sharki begonnen, die vielen Stile und Varianten dieser traditionellen orientalischen Tanzform genauer zu untersuchen. Nachdem sie viele Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens bereist hatte, schaffte sie es mit viel Geduld, Neugier und Training, die verschiedenen Spielarten dieses traditionellen Tanzes perfekt zu beherrschen. Ihr Erfahrungsreichtum, insbesondere mit dem oberägyptischen Ghawazee, eröffnete ihr die Möglichkeit, mit dem Sänger Metqal Qenawi und der Band "The Musicians of the Nile" aufzutreten. Zusammen touren sie seit 1990 durch Europa. Von 1987 bis 1999 spielte sie in allen großen Städten Europas zusammen mit marokkanischen Musikern, Folkloretänzern und anderen Künstlern auf Galaabenden, um Marokko als Reiseland in den Ländern des Okzident bekannt zu machen.
Auch in Ägypten hatte sie zahlreiche Engagements in erstklassigen Hotels und Nachtclubs. Für zwei TV Dokumentationen über orientalischen Tanz wurde sie bei ihrer Arbeit als Lehrerin in Kairo gefilmt. Jalilah hat bei dem Berliner Label Piranha mit verschiedenen Musikern bereits fünf CDs mit orientalischer Musik veröffentlicht, die in Ägypten und im Libanon aufgenommen wurden.
Zur Zeit leitet Jalilah Workshops für orientalischen Tanz. Dabei setzt sie den Schwerpunkt ihres Unterrichts auf die Rhythmen, die sie in der Musik des Nahen Ostens fand. Sie lehrt in Holland, Deutschland, Frankreich und Italien. In Amerika gab sie ihr Debüt im August 2000 in Albuquerque, New Mexiko, auf dem "Shake and Bake International Festival" und in Texas auf dem "Bahaia's Heart of Texas Seminar". Zur Zeit wohnt sie mit Mann und Sohn in Montreal, wo sie Tanzunterricht gibt.
Der Raks Sharki wird heute hauptsächlich in Vorderasien und Nordafrika getanzt. Er ist einer der ältesten überlieferten Tänze und dennoch bis heute modern. Neben dem "orientalischen Tanz", was Raks Sharki übersetzt heißt, gibt es noch einen zweiten, nah verwandten Tanz, den Raks Balady ("einheimischer Tanz"). Beide Begriffe stammen aus einer Zeit, als der Nahe Osten von fremden Staaten besetzt wurde und beide Begriffe grenzen den Tanz gegen europäische Tänze ab: Orient als Gegengewicht zum Okzident und heimisch als Gegenteil zu fremd. Für die meisten Araber heißen die Tänze einfach Raks (=Tänze).
Generell kann man sagen, dass der Raks Sharki die fortgeschrittenere Form des Tanzes ist, er erfordert eine bessere Beherrschung des Körpers, da man Arme und Beine gleichzeitig einsetzen muss und sich auch mehr von der Stelle bewegt. Der Raks Balady dagegen ist eher eine Grundform des Tanzes, dominiert von Hüftbewegungen und hauptsächlich auf der Stelle getanzt.
Als der Tanz nach Amerika kam, nannte man ihn "Bauchtanz", was eigentlich für beide Stile eine unpassende Bezeichnung ist, da beim Raks der ganze Körper involviert ist und insbesondere die Hüften, nicht aber der Bauch. Die Tänze sind so ein wichtiger Bestandteil der Kultur, dass eine Hochzeit oder eine andere Feierlichkeit ohne eine Tänzerin nicht komplett ist.
Über den Ursprungsort streiten sich die Historiker, manche sagen, Raks kommt aus Phönizien, andere deuten nach Babylonien und wieder andere nennen das alte Ägypten. Ist man sich über das Ursprungsland nicht ganz im Klaren, so ist doch zumindest festzustellen, dass der Raks in Ägypten, der Türkei und dem Libanon heute am bekanntesten und beliebtesten ist.
In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts entstand, in Anlehnung an die europäischen Kasinos eine andere Art von professionellem Tanz. Eingeleitet wurde diese Entwicklung durch die Eröffnung eines Nachtclubs durch eine Libanesisch-Syrische Sängerin und Tänzerin, Badia Mansabny, in Kairo. Das "Casino Badia" (später "Casino Opera") präsentierte europäische Unterhaltung und Kabarett. In dieser Zeit machte der Raks Sharki einige Veränderungen durch. Wurde er ursprünglich auf knappem Raum getanzt, so musste er jetzt bühnentauglich gemacht werden. Mansabny trainierte ihre Tänzerinnen für die Bühne teils selber, teils engagierte sie westliche Choreographen. Das in Europa mit dem "Bauchtanz" assoziierte zweiteilige Kostüm, das mit Perlen und Pailletten besetzt ist, entstand in dieser Zeit inspiriert von Hollywood Filmen und dem europäischen Kabarett.
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Mokhtar Al Said arbeitet seit über 30 Jahren in der Musikindustrie. Seine Karriere begann als Akkordeonspieler in Bands, die Sänger wie Umm Kalthum und Abdel Halim Hafez begleitete. Ende der 1960er Jahre fing er an seine eigene Musik für das nationale Radio zu komponieren, später dann auch für Film und Theater. Er hat die ägyptische Nationalhymne basierend auf einem Lied von Derwish arrangiert und außerdem Arrangemntes für bekannte Künstler wie Beligh Hamdi, Mohamed Al Moogy und Samira Said gemacht.
Nachdem JALILAH Lorraine Zamora sich für ihm für das RAKS SHARKI Aufnahme Projekt annäherte, gründete er das Orchestra El Faerka El Mesaya (Das Diamantenorchester). Der Name stammt von dem Komponisten Ahmed Fouad Hassan, dem ersten Direktor des Orchesters. Dieser war von der hohen Qualität der Musiker so begeistert, daß er die Finger der Musiker als Diamanten bezeichnete.Das Orchester ist weltweit mit bekannten Künstlern wie Abdel Halim Hafez, Farid el Attrache, Mohamed Serwat, Aziza Gelal und Warda aufgetreten..